
Ich schreib nicht nur, sondern „Rede“ auch

„Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“
-Reinhard Turre
In meinem ersten Buch spreche ich vom „Privileg behindert zu sein“. Ich als Mensch mit Behinderung habe eine ganz andere Perspektive auf die Welt, die wiederum anderen Personen neue Impulse bieten kann.
Damit meine ich aber nicht nur, dass mir auffällt, wo ein Aufzug fehlt oder welche Türe mir einfach verschlossen bleibt. Vielmehr gibt mir meine Behinderung eine ganz andere Sicht auf das Leben.
Ist die Verbreitung von Filmen wie „Ziemlich beste Freunde“ oder „Was ist schon normal“ schon ein Akt der Inklusion oder fehlt da noch was?
Wieviel Hilfe von außen macht Sinn und welche „Assistenz“ behindert mehr, als dass sie hilft?
Wieviel muss ich für die Gesellschaft leisten? Oder geht es bei mir vielmehr um eine ganz andere Leistung?
Wie möchte ich später einmal auf mein Leben zurückblicken?
Das sind nur ein paar Fragen, die mir im Kopf herumschwirren. Für die ich an manchen Tagen eine für mich zufriedenstellende Antwort finde, an manchen Tagen aber auch nicht.
Was ich sicher weiß, ist, dass wir als Gesellschaft dringend über Inklusion reden müssen. Laut der Bundesagentur für Arbeit war 2021 jeder elfte Mensch in Deutschland von Behinderung betroffen, aber nur die Hälfte davon ist erwerbstätig. Von dieser Hälfte sind die meisten im verarbeitenden Gewerbe untergebracht.
Tag für Tag erlebe ich selbst, dass ich — egal ob im privaten oder beruflichen Bereich — nicht die gleichen Chancen zugesprochen bekomme wie ein „gesunder“ Mensch.
In den meisten Fällen ist es nicht böswillig gemeint, sondern es ist die Folge von Unwissenheit, Berührungsängsten und manchmal fehlender Kreativität.
Vielleicht geht es aber auch gar nicht darum, jedem die gleichen Chancen zu geben, sondern jeden als Individuum anzuerkennen und das Beste aus ihm herauszukitzeln.
Gerne möchte ich mit Ihnen über Behinderung und all ihre Begleiterscheinungen ins Gespräch kommen. Egal, ob Sie eine Firma, eine Bildungseinrichtung, ein Verein oder ein Privatveranstalter sind, ich erstelle Ihnen gerne den passenden Vortrag oder eine Fragerunde.
Mein Angebot:
– Selbsterfahrungsangebote für Kindergärten
– Vorträge mit Selbsterfahrung für Schulen aller Altersklassen
– Vorträge/Beratung für Firmen oder andere große Institutionen
Themenschwerpunkte, Vortragsart und -dauer sind dabei grundsätzlich frei verhandelbar, wenn die Umsetzung für mich möglich ist.
Gerne melden Sie sich bei mir unter:
